Klimaschutz-Kolumne Engelsbrand: Die Sonne schickt keine Rechnung

Als Franz Alt sein gleichnamiges Buch 1994 veröffentliche, erzeugte Deutschland gerade mal 3,5 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren, vornehmlich aus Wasserkraft. Stand heute erzeugen wir rund 10 Mal mehr Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Wärmeanwendungen wie Heizen, Kühlen und Warmwasserbereitung werden immerhin schon zu 13,5 Prozent aus Erneuerbaren gedeckt.

Bis wir unseren täglichen Energiebedarf komplett über Sonnenenergie decken, wird es zwar noch einige Zeit dauern, doch wir sind auf einem guten Weg. So ganz kostenlos ist die Sonnenenergie natürlich nicht. Um diese zu nutzen, müssen Solarzellen für die Stromerzeugung oder Solarkollektoren zur Erwärmung von Wasser aufs Dach oder an die Fassade. Sind sie installiert, kostet die Nutzung der Strahlungsenergie nahezu nichts extra.

Mit einer neuen Solarstromanlage kostet Sonnenstrom rund 10 Ct pro Kilowattstunde. Dadurch ist es besonders lukrativ, den Sonnenstrom möglichst selbst zu verbrauchen und weniger aus dem Netz beziehen zu müssen. Wird die Anlage um eine Batterie zur Zwischenspeicherung ergänzt, kann sich die Eigennutzung von 25 auf 50 Prozent verdoppeln. Neue, ab Mitte 2017 verfügbare Batteriesysteme verursachen Batteriekosten von lediglich ca. 20 Ct pro Kilowattstunde, so dass das Gesamtsystem „Solarstrom incl. Batterie“ nicht mehr kostet als der Bezug aus dem Stromnetz.

Zunehmend auch für Mieter attraktiv

Auf lange Sicht machen sich Solarstromanlagen fast immer bezahlt und sind lohnender als das Geld auf der Bank liegen zu lassen. Und: Dank neuer Betreibermodelle können auch Mieter vom günstigen Sonnenstrom profitieren.

Im Vergleich zu Solarstrom ist die Warmwasserbereitung mit Solarkollektor-Anlagen nicht wesentlich teurer und mit den Wärme-Erzeugungskosten der bestehenden Heizungsanlage oder der Nahwärmeversorgung zu vergleichen.

Individuelle Beratung und Antworten auf Fragen zum Gebäude, zur Heizung, zu Energie-sparmaßnahmen und zu den staatlichen Förderprogrammen erhalten Sie von den Energieberatern des Energie- und Bauberatungszentrums Pforzheim, EBZ. Kontakt: www.ebz-pforzheim.de .