Etappenziel mit Spatenstich erreicht

Spatenstich für das neue zentrale Feuerwehrhaus

Spatenstich für das neue zentrale Feuerwehrhaus

Nicht ganz sechs Jahre ist es her, dass die Gemeinde Engelsbrand sich in Folge der Analyse eines externen Fachplaners zum Feuerwehrbedarfsplan mit der Frage konfrontiert sah: Quo vadis Freiwillige Feuerwehr Engelsbrand? Schnell stellte sich heraus, dass eine Neustrukturierung und Zusammenlegung der Abteilungen Engelsbrand, Grunbach und Salmbach unausweichlich ist. Der Gemeinderat stellte daraufhin noch im Herbst 2013 die Weichen für den Bau eines zentralen Feuerwehrgerätehauses und am vergangenen Samstag (30. März) war es dann endlich soweit: Mit dem Spatenstich hat Bürgermeister Thomas Keller gemeinsam mit Kommandant Thomas Schmollinger, zahlreichen Feuerwehrkameraden und Gästen den Startschuss für die Bauarbeiten gegeben.

„In Kürze wird hier einiges sichtbar werden", versprach Keller und erntete dafür viel Applaus. Man sei mit diesem Schritt bereits weit gekommen, habe aber auch noch ein gutes Stück des Weges zu bewältigen, so der Bürgermeister weiter, der einen kurzen Rückblick auf die verschiedenen Planungsschritte gab, wie etwa die Beauftragung des Architekturbüros Binder mit der Gebäudeplanung im Sommer 2014, die intensive Standortsuche, die im Mai 2015 zum Erfolg führte, und schließlich im September 2017 die Erteilung der Baugenehmigung. „Im Mai vergangenen Jahres gab es dann ein kurzes Innehalten aufgrund deutlich überhöhter Preise im Rahmen der Ausschreibungen", so Keller weiter. Damit seien der Gemeinde Engelsbrand massive Kostensteigerungen erspart geblieben.

„Bei einem Projekt dieser Größenordnung – die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 4,4 Millionen Euro – müssen wir die Kosten permanent im Blick behalten und kritisch hinterfragen", erläuterte der Bürgermeister und erhielt für diese schwierige und unbequeme Entscheidung Rückendeckung von der Politik. „Hier geht es um öffentliche Gelder, damit ist verantwortungsvoll umzugehen", mahnte Gunther Krichbaum, Vorsitzender des Europaauschusses des Deutschen Bundestages, und sicherte Keller seine volle Unterstützung zu. Krichbaum sprach das Grußwort im Namen seiner Politik-Kollegen Katja Mast, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, und Dr. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, die ebenfalls zum Spatenstich gekommen waren.

Aber auch Bastian Rosenau, Landrat des Enzkreises und ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde, unterstrich in seinem Grußwort nochmals die Bedeutung all jener zum Teil schwierigen Entscheidungen der vergangenen Jahre, die letztlich zum Spatenstich geführt hatten. „Dass der Baubeschluss im Jahr 2016 eine richtige Entscheidung war sieht man auch im Umfeld", sagte er und gab den Hinweis auf andere Enzkreis Gemeinden, die inzwischen ebenfalls eine Zentralisierung ihrer Freiwilligen Feuerwehren vorantrieben. Rosenau wünschte den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Engelsbrand auch am neuen Standort eine tolle Kameradschaft. Dem Gemeinderat dankte er für seinen Mut und erinnerte sich lachend an eine Sitzung, in der das Gremium festgestellt hatte, dass sie noch nie so viel Geld ausgegeben hätten.

Bevor es schließlich an die Schaufeln zum ersten tatsächlichen Spatenstich ging, ließ es sich der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Engelsbrand, Thomas Schmollinger, seinerseits nicht nehmen, sich bei allen Anwesenden Entscheidungsträgern und Akteuren für „diese gute Entscheidung", so seine Worte, zu bedanken. „Ich hoffe, dass der Einzugstermin im Oktober 2020 gehalten wird. Wir können und werden dann feiern!"

 

Wichtigste Fakten zum Großprojekt:

  • Am Projekt beteiligt ist die Freiwillige Feuerwehr Engelsbrand unter Leitung von Kommandant Thomas Schmollinger, die Gemeindeverwaltung, das Landratsamt Enzkreis, Architekturbüro Binder, elf verschiedene Fachplaner, Rohbaufirma Johann Bauer GmbH.
  • Insgesamt 19 Standorte wurden auf ihre Eignung hin untersucht, bis der Standort am Kreisverkehr im Wald zwischen den drei Ortsteilen Engelsbrand, Grunbach und Salmbach schließlich im Mai 2015 festgelegt wurde.
  • Die Projektgruppe Feuerwehrhaus (Mitglieder Feuerwehr, Verwaltung, Gemeinderat, Architekturbüro Binder) hat in bislang 27 Sitzungen seit Oktober 2014 die Grundlagen für das Projekt und die Beschlüsse im Gemeinderat erarbeitet.
  • Erwartete Fertigstellung und Inbetriebnahme: Oktober 2020
  • Förderung des Landes Baden-Württemberg insgesamt: 665.000 Euro
  • Erwartete Gesamtkosten Stand Oktober 2018: 4,4, Millionen Euro