Zweiter Planungsschritt für das neue Feuerwehrhaus erfolgreich abgeschlossen

Perspektive des neuen Gebäudes

Perspektive des neuen Gebäudes

Die Gemeinde Engelsbrand plant ein zentrales Feuerwehrhaus, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr langfristig erhalten zu können. Nun wurde die Entwurfsplanung des Gebäudes als zweiter Planungsabschnitt vom Gemeinderat anerkannt.

Nach der Festlegung des Standortes für das neue Feuerwehrhaus im Mai 2015 konnte das beauftragte Architekturbüro Binder die Entwurfsplanungen ausarbeiten. Die umfangreichen Planungen wurden dem Gemeinderat in der Sitzung am 02.11.2016 vorgestellt.

Als Standort für das neue Gebäude wurde die zentrale Fläche beim Kreisverkehr festgelegt, auf der sich heute unter anderem der Waldparkplatz befindet. Untersucht wurden insgesamt neunzehn Standorte auf ihre Eignung. Achtzehn Standorte eigneten sich wegen unterschiedlicher Gründe nicht für das neue Gebäude. So hat auch keiner der drei bisherigen Magazinstandorte die Möglichkeit, die Funktion des neuen Feuerwehrhauses zu erfüllen bzw. ist von der Grundstücksgröße dafür geeignet und ausbaufähig.

Nach der grundsätzlichen Zustimmung des Forstes zum geplanten Standort, konnten die ersten Vorentwurfspläne vom Architekten weiter ausgearbeitet werden. Dies erfolgte in umfangreicher Abstimmung mit den Fachingenieuren, die wichtige Beiträge für die Ausgestaltung des Neubaus liefern.

Im Januar 2016 lag ein erster Entwurf für den Neubau des zentralen Feuerwehrhauses vor. Bei der Besprechung der Pläne und der Kosten waren sich alle Beteiligten einig, dass bei der Weiterführung der Planung ein besonderes Augenmerk auf die Reduzierung der zu erwartenden Gesamtkosten gelegt werden muss.

Daraufhin hat der Architekt Herr Binder die komplette Planung mit jedem Detail auf Einsparmöglichkeiten überprüft und (kostensenkende) Änderungen eingearbeitet.

Um eine weitere Einschätzung der Planung einzuholen und insbesondere um weitere Einsparpotentiale zu ermitteln, wurde ein weiteres Fachbüro, die THOST Projektmanagement GmbH, mit der Prüfung und Bewertung der Vorentwurfsplanung und der Kostenprüfung beauftragt. Das Ergebnis zeigte nur eine geringe Abweichung, da das Büro THOST zu dem Schluss gelangte, dass die geplanten Kosten nicht weiter gesenkt werden können (bspw. auch nicht durch eine geänderte Bauweise etc.). Aufgrund der Tatsache, dass alle Einsparpotentiale ausgeschöpft waren, wurde von den Fachleuten unabhängig zueinander empfohlen, den Betrag in Höhe von 4,172 Mio. Euro (ca. 3,109 Mio.€ für das Gebäude, rd. 421 T€ für die Erschließung, rd. 365 T€ für die Außenanlagen, rd. 96 T€ Ausstattung, rd. 180 T€ Sicherheiten) als Planungsziel zu definieren und freizugeben.

Als Beitrag vom Land Baden-Württemberg erhält die Gemeinde aus der Fachförderung des Feuerwehrwesens einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 275.000 Euro für den Neubau.

Außerdem wird für das Vorhaben ein Antrag auf Gewährung von Mitteln aus dem Ausgleichsstock gestellt. Diese Zuwendung ist abhängig von der Anzahl der eingereichten Anträge und kann daher nicht im Voraus beziffert werden.

Durch die Zusammenlegung der drei Feuerwehrabteilungen in einem neuen Feuerwehrhaus ergibt sich in Zukunft eine Einsparung bei den laufenden Betriebskosten für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Gebäude. Dezentrale Strukturen (z.B. mehrere Verwaltungsstandorte, Hallen, Schulen) sind immer mit aufwändigeren Prozessen und einem langfristig höheren Kostenaufwand verbunden. Eventuell können durch den Verkauf von bestehenden Feuerwehrmagazinen auch zusätzliche Einnahmen generiert werden.

Mit der Zentralisierung der Feuerwehr wird zudem der Fahrzeugpark von derzeit sieben Fahrzeugen auf fünf Fahrzeuge reduziert. Dadurch ergeben sich neben den Einsparungen bei der Beschaffung der Fahrzeuge auch geringere Unterhaltungskosten für den Fahrzeugpark.

Die Zusammenlegung der drei Feuerwehrabteilungen und die künftige Ausgestaltung der Fahrzeuge war ein Ergebnis der Untersuchungen eines externen Fachplaners, der im Jahr 2013 den Feuerwehrbedarfsplan erstellt hat.

Bei der Analyse wurde festgestellt, dass aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen (demographischer Wandelt etc.) eine Neustrukturierung und Zusammenlegung der bisher drei Abteilungen der Feuerwehr Engelsbrand unausweichlich ist. Insbesondere die prognostizierte Anzahl an Feuerwehrangehörigen reicht künftig nicht mehr aus, um die drei Engelsbrander Feuerwehrabteilungen aufrecht zu erhalten.

Da dies keine „Engelsbrander“ Entwicklungen sind, werden beispielweise auch in einigen anderen Enzkreiskommunen wie z.B. Keltern, Straubenhardt, Kämpfelbach etc., ebenfalls Zentralisierungen geplant.

Durch die gestraffte Führungsorganisation an nur einem Standort werden zudem die Führungskräfte entlastet. Führungspersonen (die in immer geringerer Anzahl zur Verfügung stehen), welche bisher Führungsaufgaben übernommen haben, stehen für neue, bisher nicht erfüllte Aufgaben bereit.

Die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten ist eine der wichtigsten Aufgaben, die eine Gemeinde zu erfüllen hat. Die Gemeinde daher strategisch so auszurichten, dass es nicht zu Ausfällen im Einsatzfall kommt, ist von grundlegender Bedeutung.

Um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zum Schutz der Gesundheit und des Eigentums der Bevölkerung sicher stellen zu können und da keine anderen umsetzbaren Alternativen ersichtlich sind, hat sich der Gemeinderat daher zum Bau eines neuen, zentralen Feuerwehrhauses bis zum Jahr 2018 entschlossen.

Nach der nun erfolgten Anerkennung der Entwurfspläne werden die Planungen in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe „Feuerwehrhaus“ und der Feuerwehr weitergeführt.

Die Projektgruppe begleitet das Bauvorhaben schon seit Beginn der Planungen vor über zwei Jahren. Dieses Gremium besteht neben dem Architekten aus Vertretern des Gemeinderates, der Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung.


Weiterführende Informationen:

Dokument in diesem Fenster öffnen. Lageplan des neuen Feuerwehrhauses